Über Pfingsten durfte ich mit auf eine Wanderung im Alpstein. Wow, das erste Mal im Alpstein. Vor der Wanderung, war ich ziemlich hin und her gerissen: " ist das Wetter gut, lohnt sich es bei schlechtem Wetter, sollte ich nicht besser zu Hause lernen, mein Gewissen". Als wir uns dann aber im Zug Richtung Appenzellerland trafen, liess ich all meine Gedanken hinter mir und konnte mich voll und ganz auf das Vorhaben einlassen. Das erste Stück ging es im Wald ziemlich lange eher "steil" nach oben, eigendlich mochte ich dieses Stück überhaupt nicht, ich spürte nämlich schon dort zum ersten Mal, wie wenig trainiert meine Beine sind. Jedoch vergass ich auch diesen Gedanken schneller als er gekommen ist, denn die Natur, das Rauschen des Baches, die zwitschernden Vögel, die erfrischende Feuchtigkeit und der Geruch der Natur - waren einfach wunderbar!
Als wir nach kurzer Zeit in der Meglisalp angekommen sind, wartete schon a feina Znacht auf uns, und auch die Musik fehlte nicht. Wir entschieden uns aber gegen die Musik und für die Natur. Am nächsten Morgen, als ich aufwachte und durch das kleine Fenster den blauen Himmel erblickte konnte ich es nicht lassen, ich musste alle wecken. Nach einem guten Frühstück ging es dann los. Ich freute mich.
Zuerst bliess uns der Wind ziemlich ins Gesicht, ich spürte die Kraft der Natur und mit dieser enormen Kraft auch meinen Respekt und meine Furcht vor ihr. Ich nehme wahr, dass die Natur klar über mir steht, schnell überhand ergreifen kann. Gleichzeitig aber auch, gibt sie mir unglaublich viel Kraft, Freude, Erleichterung, Erholung, Geborgenheit....diese zwei Tage waren wie eine Woche Ferien.
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5 Kommentare:
Mein Montag war produktiver, als das ganze Wochenende gewesen wäre, ohne diese Stärkung durch die Natur. Ich weiss nicht, wie Menschen ihren Alltag schaffen, ohne sich von Zeit zu Zeit in der Natur zu erhohlen. Schade, dass wir uns überhaupt "in die Natur" erholen gehen müssen und nicht bereits immer und stetig mit ihr leben.
Kay
Hey Seli und Kay
es war so schön, nochmals das Erlbete mitzuerleben durch deinen Text, Seli! Kay, genau wie dir erging es mir auch & ich habe auch wieder einmal den Regen geschätzt, der einem das Arbeiten im Haus sehr erleichtert! Genau über deinen letzten Satz, Kay, hab ich in letzter Zeit auch wieder öfter nachgedacht. Es wäre auch eine schöne Idee, deine Erkenntnis einmal umzusetzten, vielleicht durch einen Berufswechsel..
Berufswechsel? wäre nicht auch das Geniessen der Natur mit deiner Klasse eine Alternative? Mir ist in letzter Zeit auch aufgefallen, dass mich kaum mehr in der Natur aufhalte. Und habe mir deshalb fest vorgenommen nach dem PHR-Stress wieder mehr Zeit in unserer wunderbaren Natur zu verbringen.
Es wird immer gerne übers Appenzellerland gespöttelt. Besonders von gewissen Städtlern die an einem bestimmten See und bei einem bestimmten Flughafens wohnen... (Ich meine nicht den Bodensee...)
Doch von der Natur her gesehen, ist das Appenzellerland ein wunderschönes Fleckchen Erde!
Genau, wir müssen nicht immer ins Ausland gehen um Ferien zu machen. Die Schweiz hätte eigentlich auch sehr viel schönes zu bieten. nur schätzen wir dies viel zu wenig, weil es für uns einfach dazu gehört.
So ertappe ich mich im Urlaub auch immer wieder wie ich fotos von irgendwelchen seen, bergen oder sonst was mache, die in der schweiz eigentlich noch viel schöner wären...
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