Beim Thema Achtsamkeit haben schon verschiedene Berichte ausgesagt, dass nachhaltiges Handeln im Alltag wohl sehr viel mit Prägung in der Kindheit zu tun haben muss. Ich bin überzeugt davon, dass es entscheidend ist, welche Werte ein Kind mitbekommt. Es wird sicher motiviert sein, der Natur Sorge zu tragen, wenn es bereits von klein auf immer wieder auf die Schönheiten der Natur aufmerksam gemacht wurde und wenn die Eltern einen sorgfältigen und bewussten Umgang mit Ressourcen wie Wasser, Lebensmittel oder Strom pflegen. Natürlich ist es möglich, dass sich Werte im Laufe eines Lebens ändern. Jedoch wird dies mit zunehmendem Alter wohl immer schwieriger. Wichtig ist es darum, dass Eltern oder Lehrpersonen ihren Kindern kommunizieren, wieso sie so und nicht anders handeln und wesshalb sie bestimmte Ziele anstreben.
Ich denke, dass ich desshalb motiviert bin, nachhaltig zu handeln, weil ich die Natur liebe und immer wieder über die Schönheiten draussen und die Wunder der Schöpfung staune und mich daran freue. Dies hab ich sicherlich von meinen Eltern gelernt. Auch den sparsamen Umgang mit Ressourcen habe ich zum Glück ein stückweit von zu Hause mitbekommen. Ich denke, kleine Erfolgserlebnisse durch bewussten Verzicht veranlassen einen immer wieder dazu, weiter zu machen, obwohl dies nicht die Welt verbessert. Mich stören solche Aussagen, wie:“ wenn nur ich das mache, nützt es doch nichts, da sollte besser mal die USA….“!
Es sind aber auch die erschreckenden Beispiele, die mir wieder die Augen öffnen. So zum Beispiel Bilder von Gletschern, wie sie vor 10 Jahren (eine kurze Zeitspanne!) aussahen und wie sie jetzt aussehen. Diese Begegnungen machen mir immer wieder Angst und stimmen mich traurig. Natürlich möchte ich nicht, das unsere Nachkommen noch Erschreckenderes erleben müssen und dass ihr Leben eines Tages vielleicht nicht mehr erträglich sein wird, weil sie sich so vor dem Sonnenlicht schützen müssen oder weil es nicht mehr genügend Grundwasser gibt.
Manchmal bin ich natürlich auch zu faul, um nachhaltig zu handeln. Zum Beispiel nehme ich dann halt doch mal das Auto, wenn es in der Garage steht, als dass ich mich mühsam sonst organisiere.
Auch bezüglich nachhaltiges Handeln im Zusammenhang mit Abfalls hab ich mich schon geäussert: Ich bin für das Einkaufen im Dorf und beim Bauern. So kann viel Abfall vermieden werden:
Beim Bauern kann Jogurt im Glas, das zurückgebracht werden kann, gekauft werden, die Milch kann im Kännli abgeholt werden, das Brot in der Stofftasche gekauft werden, das Gemüse und Obst auf dem Markt. Statt Fast food & viel Verpackung frische Saisonprodukte unverpackt!
Montag, 14. Mai 2007
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2 Kommentare:
Stimmt, du hast Recht! Am meisten haben uns doch die Eltern geprägt. Genauso gilt das für das nachhaltige Handeln: Vormachen- nachmachen. Auch ich mache einiges einfach, weil ich es von zu Hause so mitgenommen habe. Irgendwann(besonders in einer WG) merkt man dann, dass es andere anders machen.
Zum Glück hast du Eltern, die nachhaltig Handeln. Somit fällt es dir bestimmt leichter, es genauso zu machen. Ja, manchmal bedeutet nachhaltiges Handeln auch verzichten und leider kann durch ein bisschen Nachhaltigkeit die Welt nicht verändern. Doch wenn das von Generation zu Generation weitergegeben wird, könnte es vielleicht einmal.....
Bewundernswert, was du alles beim Bauern direkt einkaufen gehst. Vor allem finde ich die Verpackungsideen genial.
Claudia Jakob D04
In meinem Diplompraktikum habe ich mit der 5.Klasse das Thema Abfall behandelt. Die Kinder haben während der ganzen Zeit ein Abfallprotokoll geführt und mit einer älteren Person ein Interview durchgeführt. Dadurch wurden Ihnen deine Vorschläge zur Abfallverminderung selber bewusst.
Bestimmt können auch wir als Lehrpersonen durch eine innere Motivation und die Vorbildfunktion die Kinder zum nachhaltigen Handeln in gewissen Bereichen anstecken.
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