Montag, 30. April 2007

Achtung Achtsamkeit!

Achtsamkeit, ein schönes Wort! Seit einiger Zeit merke ich, dass unsere Kultur wirklich sehr ich-bezogen ist. Allen voran ich selber. Dies möchte ich gerne ändern. Darum ist es mir ein Anliegen, zuerst die anderen und ihr Befinden und meine Umwelt wahrzunhemen, denn mich selbst nehm ich schon genug wahr. Es gibt nichts Spannenderes als die Verschiedenenartigkeit der Menschen, und der gesamten Schöpfung! Darum ist es bereichernd und aufregend, achtsam durch den Alltag zu gehen.
Weil ich mich sehr gerne in der Natur aufhalte & Bewegung draussen zum Glücklichsein brauche, glaube ich, der Natur meist achtsam zu begegnen. Aber ich könnte noch viel mehr auf die kleinen Details am Wegrand achten. Das Wahrnehmen der Schönheit und Komplexität der Schöpfung bringt Freude und Dankbarkeit. Diese Gefühle erhöhen unsere Lebensqualität. Also machen sie unser Leben lebenswert.
Es tut mir weh, wenn ich weggeworfenen Abfall im Wald, im Park, im Bach sehe. Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich dazu erzogen wurde, nie etwas einfach auf den Boden zu werfen. Dieses Verhalten ist so stark in mir drin, dass ich es auch nicht schaffe, dagegen zu verstossen, wenn schon viel Abfall am Boden liegt.
Genau diese Selbstverständlichkeit, im Alltag bei den kleinen Dingen nachhaltig zu handeln, möchte ich einmal Kindern weitergeben. Denn nur so lässt sich die Welt Schritt für Schritt vielleicht wenigsten ein bisschen (schön sorgfältig formuliert!)verändern.

Achtsame Wahrnehmung und der eigentliche Lebenswert

"Dies war ja wohl wieder einer dieser Hammertage an der PHR!", sagte ich zu meiner Kollegin bevor ich ins Postauto stieg. Mein Schädel brummte und ich liess mich müde auf einen Sitz fallen. Aus der Entfernung hörte ich Kinderstimmen und stellte fest, dass eine Schulklasse im Anmarsch war - mein Brummschädel hat sich unterdessen in ein pochendes Kopfweh verwandelt. Zu meinem Erstaunen hörte ich den Buschauffeur zu der Lehrperson sagen: "Ihr Extrapostauto folgt in wenigen Minuten!" Ich atmete erleichtert auf. Doch unmittelbar darauf blickte ich auf die Kinderschar. Wie schön es auch war mit wenig Ach und Krach nachhause zu fahren. So schien mir die Lösung eines Ersatzbuses für 15 Schulkinder eine Extrafahrt durchzuführen doch sehr übertrieben...

Dieses Beispiel verdeutlicht einmal mehr, wie sehr ich – wir auf der Waage stehen zwischen einer autonomen Lebensführung und einem ökologischen Bewusstsein.
Wie schwer fällt es uns wirklich einmal über unseren Schatten zu springen um für eine umweltbewusstere Umwelt etwas tiefer in die Taschen zu greifen?

Bei der Suche nach der Antwort auf diese Frage und dem wirklichen Sinn im Leben, ist mir Maslow’s Bedürfnispyramide in den Sinn gekommen.

Bedürfnispyramide nach Maslow
1. Körperliche Bedürfnisse
2. Sicherheit
3. Soziale Beziehungen
4. Soziale Anerkennung
5. Selbstverwirklichung

Seine Abstimmung auf das Wesentliche finde ich wirklich zutreffend. Weiter könnte ich auch Morris Worte beipflichten, dass Hilfsbereitschaft und geteilte Freude eines Mitmenschen einen wesentlichen Teil im psychologischen Prozess eines Menschen ausmachen. Wie klein sind da Gesten, welche unserer Welt verhelfen länger am Leben zu bleiben?

Ich für meinen Anteil, werde mich bei meiner nächsten Postautofahrt nur noch über meine Kopfschmerzen und nicht über die lieben Kinder aufregen :-)


Freitag, 27. April 2007

Welches Licht werfen meine Erfahrungen auf das Thema "Abfall"?

Seit wir an diesem Blogg arbeiten und doch ab und zu neben der Schule darüber diskutieren, fällt mir immer mehr auf, welche riesigen Abfallmengen wir Menschen produzieren. Überall, dauernd und meist unbewusst.
Viele Nahrungsmittel sind verpackt, Gemüse und Früchte füllt man in Säckchen ab, Käse, Milch und Fleisch sind verpackt, vakumiert....dann gibt es noch die "extrem" verpackten Lebensmittel wie z.B. die Kaffekapseln - doppelt verpackt. Super!
Isst man in der Mensa ein Gelati, ganz normal scheint uns dort die Verpackung - weg mit ihr, in den Müll- mhhh, schon wieder Abfall produziert.
Jedes Mal, wenn ich in der WG den Eimer öffne, kommt mir unser Blogg in den Sinn, und denke dann immer, muss dieser Abfall jetzt wirklich sein. Obwohl wir kompostieren, Glas, Büchsen, Karton, Zeitungen und Batterien separieren, kann man einen gewissen Abfall heute fast nicht mehr umgehen. Das ist nun wohl unsere Welt.
Später mache ich mich auf den Weg an die PH. Bei der Wiese treffe ich eine Frau, die gerade eine Zigarettenschachtel über den Zaun wirft. Ich schaue sie an und bin paff, schockiert und wortlos. Sicherlich hat sie mir die Empöhrung angesehen, mein Kopfschütteln wahrgenommen. Aber warum habe ich nichts gesagt? Warum hatte ich nicht genügend Mut? Warum sollten wir NUR den Kindern einprägen, dass man nichts auf den Boden wirft? Wenn die Eltern schon nicht..., was dann mit den Kindern?
Noch lang habe ich mich aufgeregt, dass ich in diesem Moment stumm geblieben bin. Noch immer weiss ich nicht welche (und ob überhaupt) Reaktion angebracht gewesen wäre.

Dieses Thema macht mich sehr nachdenklich, die Zahlen, Berichte und v.a. der Abfallalltag ist niederschmettern. Welche Auswege gibt es bevor es zu spät ist. Ist es schon zu spät. Müssen wir die steigenden Säulen der Grafiken so hinnehmen oder könnnen wir denen entgegen treten?

Investition in Erneuerbare Energien

Gestern habe ich in einer Zeitschrift ein Werbeinserat einer Bank entdeckt, die ihren Kunden die Möglichkeit anbietet, "eine nachhaltige Investition" zu tätigen. Es geht darum, dass Unternehmen "aus fünf verschiedenen Wirkungsbereichen gegen die Ursachen des Klimawandels" berücksichtigt werden um Investitionen zu tätigen. Der Kunde kann in Solarenergie, Erneuerbare Energie, klimaeffiziente Infrastruktur, klimaeffiziente Produkte oder neue Effizientstechnologien investieren. Die Bank spricht ihre potenziellen Kunden mit folgenden Worten an: "Sie möchten über ein transparentes Produkt in Unternehmen investieren, die aktiv eine Reduktion von CO2-Ausstoss fördern. Über ihre Investition leisten Sie indirekt einen Beitrag zur Bekämpfung des Klimawandels.
Die Idee der Bank ist es , auf die aktuelle Thematik "Klimawandel" einzugehen und sie zu ihrem Nutzen zu machen. Hierbei werden alle drei Seiten des Nachhaltigkeitsdreiecks angesprochen. Es geht um Investitionen (Ökonomie), es geht um die Gesellschaft, Kunden(Soziologie) und den Klimawandel, die Umwelt (Ökonomie). Klimawandel ist im Moment gerade durch die für die Jahreszeit untypische trockenheit ein omnipräsentes Thema in den Medien. Unser Thema "Abfall" hängt in verschiedener Weise mit dem Klimawandel zusammen. Beispielsweise kann durch die Nutzung von Kompostgas herkömmliches Benzinoder Diesel ersetzen, somit kann Abfall indirekt zur Reduktion von schädlichen Treibhausgasen genutzt werden.

Abfallentsorgung in Italien

Letzte Woche habe ich in der Tagesschau etwas Erschreckendes bezüglich Abfall und Nachhaltiger Entwicklung gesehen. Es wurde über die Müllentsorgung in Italien, in diesem speziellen Falle in Sizilien, berichtet. Offenbar ist für die Mafia die Müllentsorgung zur zweit wichtigsten Einnahmequelle nach dem Dorgenhandel geworden. Sie lassen sich die Entsorgung von Müll und Sondermüll bezahlen, entsorgen diesen dann aber in miserabler Weise. So wurde berichtet, dass auf einem Platz Decken und Lumpen ausgelegt wurden und in regelmässigen Abständen fahren dort Lastwagen vor, die Chemikalien auslehren und sie dann anzünden. Eine wirklich günstige Lösung! Natürlich sind die Folgen für Natur und Mensch verheerend. So konnte nachgewiesen werden, dass in dieser Region die Krebserkrankungen bereits um 10% gestiegen sind. Bedenken muss man aber auch die globalen Folgen. Mit den Schadstoffen, die so in die Atmosphäre gelangen, wird wiederum die Ozonbelastung erhöht. Wobei wir wider beim Thema Klimaerwärmung wären. Solche Beispiele können mich wirklich zur Verzweiflung treiben. Ist es denn Menschen möglich, dass diese Leute nicht merken was sie der Umwelt und sicher auch folgenden Generationen antun?! Möglicherweise gelangen Gifte ins Trinkwasser, auf den Böden kann nichts mehr angepflanzt werden und die Kinder werden durch die giftigen Gase krank. Aber wer denkt schon daran, wenn es um Geld geht…Ökonomie kommt leider oft vor Ökologie!

Abfallentsorgung - Regelungen und Gebühren

Das Seminar letzter Woche zum Thema Lebensstil machte mich nachdenklich und ich richtete diese Woche klar den Fokus auf Berichte zur nachhaltiger Entwicklung. Die Migros-Zeitung dieser Woche war fast überfüllt mit Artikeln darüber, wie sie sich für fairen Handeln engagieren. Dies zeigte mir, dass es so einem Grosskonsern wie der Migros ein grosses Anliegen ist, die Kunden über ihr Engagement zu informieren. Ob dahinter auch noch eine weitere ökonomische Überlegung steckt, weiss man ja nicht? Aber nun sollte es positiv gesehen und festgehalten werden, dass sich die Migros für Produkte aus fairem Handeln egangiert.

Interessanterweise stiess ich dann in der NNZ auf den folgenden Zeitungsbericht über den Abfall.

Bern belegt beim Abfall einen Spitzenplatz

Ab 1. Mai gilt ein neues Abfall-Reglement mit deutlich höheren Gebühren. Das Littering (das achtlose Wegwerfen von Abfall) wird damit leider nicht behoben, aber nach dem Artikel änders sich optisch einiges. Blaue Säcke werden dominieren, die von längeren, aber weniger breiten - Fahrzeugen der Entsorgung abgeholt werden. Mehr Leute sind aufgefordert ihren Kehricht in Sammelstellen zu deponieren und Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe sind grundsätzlich verpflichtet, ihren Abfall in Containern statt in losen Säcken bereitzustellen. Damit will man die Mitarbeiter der Kehrichtabfuhr körperlich entlasten. Vorab aus der Innenstadt sind jedoch viele Gesuche zur Befreiung von der Container-Pflicht eingegangen, über die grösstenteils bis Ende Juni entschieden werden soll.

Neben den erhöhten Gebühren gibt es noch eine zweite Veränderung. Die Hauseigentümer haben nun die Grundgebühr nach der Bruttogeschossfläche und nicht mehr nach der Zimmerzahl zu entrichten. Dadurch werden auch abfallintensive Gewerbezweige oder die steuerbefreite Verwaltung zur Kasse gebeten, die in der Bundesstadt - auf 128 000 Einwohner kommen 148 000 Arbeitsplätze - einen erheblichen Anteil an der Bürofläche hat.

Sprechen nun diese Veränderungen für eine nachhaltige Entwicklung? Dies endgültig zu beurteilen finde ich schwierig. An der neuen Regelung finde ich es sehr gut, dass die Mitarbeiter der Kehrichtabfuhr entlastet werden, indem die grossen Firmen aufgefordert sind, ihre Abfälle im Container zu deponieren. Dem Aspekt, dass auch die Verwaltung mit einer grossen Bürofläche Abfallentsorgungskosten zahlen muss, stimme ich zu. Alle sollen für den Abfall bezahlen. Wie in diesem Artikel erwähnt, werden gute neue Regelement eingeführt, aber ob das Problem des Litterings mit einer Gebührenerhöhung gelöst wird? Die höhere Gebühr müsste die Leute doch dazu anregen, nicht mehr soviel Abfall zu produzieren, also Dinge mit wenig Verpackung zu kaufen. Ich glaube aber, dass dies eher eine Illusion ist, denn wer will schon auf seinen Luxus verzichten? Das Problem des Abfalls ist also aktuell und beschäfigt auch die Schweiz. Vor allem das Problemm Littering, zu dem noch einiges unternommen werden muss, dass die Leute wieder lernen nicht einfach ihren Abfall auf der Strasse zu entsorgen.

Montag, 23. April 2007

Wein mit radioaktivem Nachgeschmack vor unserer Haustüre?



Eine idyllische Landschaft - Das Zürcher Oberland verleitet so manchen Naturfreund sich in der Ruhe ein paar Stunden Erholung zu gönnen. Doch wie sieht es eigentlich einige Meter unter der Erdoberfläche aus? Forscher der Nagra (Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle) wissen, dass dieses Gebiet äußerst spannend ist, um in der nahen Zukunft ein Endlager für radioaktiven Abfall einzurichten. Das Endlager soll sich in einer Tiefe zwischen 600 bis 700 Meter unter der Erdoberfläche befinden. Experten sind sich einig, dass sich unterhalb der schönen Weinreben Opalinuston befindet. Gemäss der Nagra wird bestätigt, dass der Ton eine geringe Wasserdurchlässigkeit garantiert, dies wiederum stellt eine Zurückhaltung von strahlenden Isotopen sicher. Für den radioaktiven Abfall bedeutet dies eine Zeitgewinnung von ca. hunderttausend Jahren. Und dann? Sollte das Wasser zu den radioaktiven Stoffen durchsickern, kann es solche herauslösen und diese können dann unmittelbar ins Grundwasser gelangen.

Solche Informationen (hier aus dem Tagesanzeiger) machen uns Angst. Sie konfrontieren uns oftmals mit wahren Begebenheiten, welche wir häufig gar nicht sehen wollen. Oder wer möchte auf seinem herrlichen Sonntagsspaziergang schon mit der Frage konfrontiert werden, ob der radioaktive Abfall unter seinen Füssen auch sicher gelagert ist? Oder ob der Wein auf der Sonnenterrasse nicht doch einen radioaktiven Nachgeschmack mit sich trägt?

Trotzdem müssen wir Vertrauen haben in die Personen und Organisationen, welche sich tagtäglich mit solchen Projekten, Messungen und Forschungen auseinandersetzen. Denn; ist es nicht ein gemeinsames Ziel positive Entwicklungen abzuleiten für ein funktionierendes ökologisches sowie ökonomisches aber auch soziales System? Die Welt ist nicht nur am Sterben, sie lebt und wir lernen jeden Tag mit ihren neuen Veränderungen umzugehen.

Donnerstag, 19. April 2007

Nachhaltige Entwicklung

Wir leben in einer Demokratie und haben das Recht auf 9 Schuljahre und eine Berufsausbildung. Zudem leben wir in einem Rechtsstaat, der viel Gewicht auf die Achtung der Menschenrechte legt. Die Armut bewegt sich in einem Rahmen, der nicht lebensbedrohlich ist und auf Natur- und Tierschutz wird doch recht viel Wert gelegt, vergleicht man die Verhältnisse in der Schweiz mit gewissen im Ausland herrschenden. Ausserdem kenne ich Familien, die ausschliesslich den öffentlichen Verkehr nutzen und mein Vater wohnt seit neuem in einer durch Erdwärme geheizten Wohnung. Dies alles sind positive Zeichen für das Stattfinden von nachhaltiger Entwicklung. Und trotz allem gibt es immer noch viel zu verbessern. Als einen entscheidenden Punkt empfinde ich das Problem des bewussten Umgangs mit Abfällen. Die Schweiz regelt die Abfallentsorgung zwar in vorbildlicher Weise, doch fördert gerade das auch einen unreflektierten Umgang damit. So gibt es viele Personen, denen es egal ist, wie viel Abfall sie produzieren, solange sie ihn in Containern verschwinden lassen können, ganz nach dem Motto aus den Augen aus dem Sinn. Wenn ich beobachte, wie McDonalds eine völlig unnötige Menge an Abfällen an Verpackung und auch Nahrungsmittel produziert, macht mich das wütend. Meine Reaktion darauf ist, dass ich möglichst wenig diese Restaurantkette besuche. Wichtig ist es daran zu glauben, dass man schon im kleinen etwas bewegen kann. Zu eigenen Einstellungen zu gelangen und diese mit Worten und Handlungen zu vertreten, ist grundlegend. Damit kann man die Umwelt und in unserer Situation die Kinder in unseren Bildungseinrichtungen massgeblich beeinflussen.

Mittwoch, 18. April 2007

Abfall hier und anderswo

Wir sind uns gewohnt, unsere kleinen Alltagsabfälle schnell und unauffällig in Abfallkübeln verschwinden zu lassen. Von dort gelangen sie einmal wöchentlich in grossen Kübelwagen zur Kehrrichtverbrennungsanlage und somit ist die Sache für uns erledigt. Sogar mit der Entsorgung grösserer Gegenständen, die sich nicht so einfach in Kehrrichtsäcke stecken lassen, müssen wir uns nicht gross herumschlagen. Denn regelmässig finden bei uns Sperrgutsammlungen statt. So entsorgen wir bequem alles, was wir nicht wir gebrauchen. Sobald es aus unseren Augen ist, müssen wir uns nicht mehr darum kümmern. Bequem. Dadurch machen wir uns viel zu wenig Gedanken über unsere Abfallproduktion.
Das Thema Abfall hat mich aber, als ich Nepal war, wieder einmal mehr beschäftigt. Ich hatte zu Beginn sehr Mühe mit all dem herumliegenden täglich produzierten Abfall. Ich habe mich mehrmals suchend nach Abfallkübeln umgedreht und musste mir immer wieder in Erinnerung rufen, dass man hier einfach alles auf den Boden schmeisst. Dort auf dem Boden werden Karton, Plastik, Grünabfälle, ganz egal, von den heiligen Kühen gefressen. Frühmorgens kehren die Leute den Müll zu Haufen zusammen und zünden diese an.
Zwar nimmt der Westen mit seinen "abfallintensiven" Verpackungen immer mehr Einzug in Entwicklungsländern, jedoch ist eine umweltgerchte Entsorgung des Abfalls überhauptnicht gewährleistet.

Natürlich ist dies nur der oder ein kleiner sichtbarer Teil des Problems Abfall. Aber die Geschichte hat mich sehr zum Nachdenken angeregt und mir aufgezeigt, wie allein gelassen die Menschen mit neuen Erungenschaften werden. Egal wo auf der Welt und um was es sich handelt, zuerst kommt man nur mit den positiven Eigenschaften des Neuen in Kontakt. Zum Beispiel auch bei uns mit den neuen Technologien. Irgendwann später aber stellt sich die Frage nach der Entsorgung. Wie werden wir das Zeug nun wieder los?

Nachhaltige Entwicklung in meinem Alltag

Wir schauen uns um und stellen oftmals mit Erschütterung fest, dass sich die Welt rasant verändert hat. "Früher war alles besser!" hören wir Grossvater sagen. Doch ist dies wirklich so? Ich schätze mich überglücklich, dass ich zur Zeit des 21. Jahrhunderts geboren bin. Ebenfalls schätze ich es enorm, dass ich in der Schweiz das Licht des Lebens erblicken durfte. Ich schätze die Möglichkeit der Bildung, welche uns hier umgibt. In einem ausgeprägten sozialen System können wir miteinander funktionieren. Wir haben die Möglichkeit zur Schule zu gehen, uns nach unserem eigenen Gutdünken ausbilden oder weiterbilden zu lassen. Weiter verstehen wir es, durch Forschung und Bildung eine Sicherheit an den Tag zu legen, welche uns verhelfen soll den morgigen Tag wohlgemut zu erleben.

Leider können fehlender Menschenverstand oder gescheiterte Forschungen auch zu Unannehmlichkeiten führen in unserem wirtschaftlichen, wie auch sozialen und ökonomischen System. Doch auch das Leben auf diesem Planet kann negative Spuren hinterlassen. So beschäftigt mich zum Beispiel die Globalisierung mit ihrer charaktervoll zusammenhängenden Polarisierung sehr stark.
Es ist doch paradox sagen zu müssen, dass durch die Aufhebung vieler "Grenzen" unser Planet immer kleiner wird und wir durch Medien oder Transportmittel näher zusammenleben. Zeitgleich weitet sich aber die Kluft von Reich und Arm täglich weiter auseinander. Leider ist es eine Tatsache, dass wir weitgehend dieser fatalen Ungerechtigkeit ausgeliefert sind.

Betrübnis und Ohnmacht machen sich in mir breit, bei solchen Gedanken. Gleichzeitig wird mein Wissensdurst neu entfacht. Ich möchte mehr erfahren über die Möglichkeiten, welche uns zur Verfügung stehen in Richtung einer „unpolarisierten“ Welt.

Weltabfall und deren Vermeidung steht ganz oben in der Liste der nachhaltigen Entwicklung. Besonders was das ökologische System angeht. Bei diesem Thema wird nicht nur die Globalisierung stark tangiert, sondern ebenso das brandaktuelle Thema der globalen Erwärmung. Fragen wie die Möglichkeit nach Reduzierung des CO2 beschäftigen mich im Zusammenhang mit Weltabfall. Fragen, Antworten und Lösungen sind ein globales Thema und die Zusammenarbeit mit Reich und Arm - grenzenüberschreitend ist unabdingbar.

Dienstag, 17. April 2007

Nachhaltige Entwicklung in meinem alltäglichen Umfeld - Abfall in meiner Umgebung

Die ist Schweiz sauber, es herrscht Ordnung, wenig Müll liegt auf der Strasse und Abfälle werden sortiert. Dies ist der Eindruck vieler Touris und die Meinung vieler Schweizer und Schweizerinnnen.
Auch ich geniesse die Schweiz in diesem Zustand. Keine eckligen Gerüche wenn man durch die Strassen geht, kein oder wenig Müll am Strassenrand, sauberes Trinkwasser usw. Luxus.

Während der Prakikumszeit bin ich an manchen Tagen früh durch die Gassen von Chur gegangen. Zu dieser Zeit könnte man meinen man befinde sich in einem anderen Land. Denn dann sind die Strassen oft nicht so anzufinden wie tagsüber. Da fragte ich mich oft, sind die Schweizer und Schweizerinnen wirklich so sauber und halten sich an die Regeln, wie wir wirklich meinen? Oder ist es der Staat, der viel Geld für die Aufräumarbeiten zur Verfügung stelllt um das Bild "Die saubere Schweiz" nicht zu gefährden.
Ist es nicht so, dass die Schweiz viel Geld hat, auch viel Geld für Aufräumarbeiten usw. ausgibt. Andere Länger aber, sind nicht in der selben finanziellen Lage und können diesen Service nicht leisten.
Sind die Schweizer und Schweizerinnen wirklich so "Abfallbewusst" oder ist es eher der Staat, der grossen Wert auf Sauberkeit legt?

Ich glaube wir dürfen nicht auf der faulen Haut sitzen bleiben und den Ruf der sauberen Schweiz geniessen. Denn wenn heute und zukünftig die Gesellschaft, aber vor allem die Kinder nicht auf die Problematik aufmerksam gemacht werden und sie dafür nicht senibilisiert werden, entgleist auch bei uns die Situation.

Gedanken zum Wochenimpuls 1

In meiner Lebensumwelt entdecke ich einige positive Elemente nachhaltiger Entwicklung in Bezug auf das Thema Abfall. Wenn ich umherschaue, ist unsere Lebensumwelt hier in der Schweiz sehr sauber und nirgends sind grosse Abfallberge zu entdecken. Einmal in der Woche sind in den Wohnquatieren Abfallsäcke zu sehen, die von der Entsorgung abgeholt werden, so nur einige Stunden auf der Strasse stehen. In der Schweiz ist die Sauberkeit ein hoher Grundsatz und auf deren Einhaltung wird auch geachtet. Überall sind Container für die Abfalltrennung vorzufinden. Stahlblech, Aluminium, Pet-Flaschen, Plastikmilchflaschen, Batterien, Karton und Papier werden separat entsorgt. Altmetall kann bei einer Sammelstelle abgegeben werden oder beim Altmetallhändler zurückgebracht werden. Auch für elektronische Medien gilt, sie beim Händler zurückzugeben. Möbel können an Brockenhäusern verkauft werden. Es herrschen klare Weisungen und Richtlinien für die Entsorgung.

Die Entsorgung von Gütern kann aber auch einem sozialen Zweck dienen. Dies können Sammelaktionen sein, bei denen die Materialien gesammelt, verpackt und in ärmere Länder gebracht werden. Ein Beispiel dafür erlebte ich gerade dieses Wochenende wieder, als bei uns in der Nähe die jährliche Rumäniensammlung stattfand. Die Güter so zu entsorgen, finde ich sehr gut. Denn so können wenigstens noch andere Menschen von Gütern profitieren, die unserem Lebensstandart nicht mehr entsprechen.

Die Abfallproduktion und Entsorgung von Gütern ist in unserem Land sehr gross. Unsere Konsumgesellschaft produziert viele Sachen und diese müssen dementsprechend verpackt werden. Durch die verschiedenartigen Verpackungen wie Plastik, Aluminium oder Karton ergibt sich viel Abfall, der auch wieder entsorgt werden muss. Dass die Entsorgung geregelt und dementsprechende Einrichtungen vorhanden sind, finde ich angemessen und nötig. Ich bin aber gegen die überflüssige Menge an Verpackungen, die bei vielen Lebensmitteln vorzufinden sind. Lebensmittel sollen mit möglichst wenigen Materialien verpackt werden. So soll doch der Konsument auf geringer und umweltfreundlicher Verpackung beim Kauf achten. .

In unserer Lebensumwelt, vor allem in Städten kann oftmals beobachtet werden, wie einige Menschen ihren Zigarettenstummel, ihren Kaugummi oder die Verpackungen ihres Fast-Food Essen auf die Strasse werfen und so entsorgen. Diesem inakzeptablen Verhalten soll meiner Meinung nach entgegengewirkt werden. In der letzten Woche stiess ich in einem Zeitungsartikel auf dieses aktuelle Problematik. Im Wallis wird es so gehandhabt, dass Personen, die dagegen verstossen, eine rote Karte bekommen. Auf diese Weise den Leuten ihr fehlerhaftes Verhalten aufzuzeigen, finde ich angemessen. (Dieser Artikel ist im Migros Magazine Nummer 15 vorzufinden)

Mir ist es wichtig, dass dieses Thema auch in der Schule behandelt wird. In der Schule soll den Kindern einige Grundlagen für den Umgang mit Abfall vermittelt werden. Sie sollen in die Abfalltrennung eingeführt werden und dies soll tagtäglich praktiziert werden. In jedem Schulzimmer soll eine Vorrichtung vorhanden sein, in die altes Papier oder Karton entsorgt werden kann. Meiner Meinung nach soll das Thema weiter vertieft werden, indem Altpapiersammlung stattfinden oder die Kinder Kehrrichtverbrenungsanlagen besuchen. Durch diese Vertiefung werden die Kinder auf die Problematik aufmerksam gemacht und lernen den sinnvollen Umgangs mit Abfall kennen.