Freitag, 27. April 2007
Abfallentsorgung in Italien
Letzte Woche habe ich in der Tagesschau etwas Erschreckendes bezüglich Abfall und Nachhaltiger Entwicklung gesehen. Es wurde über die Müllentsorgung in Italien, in diesem speziellen Falle in Sizilien, berichtet. Offenbar ist für die Mafia die Müllentsorgung zur zweit wichtigsten Einnahmequelle nach dem Dorgenhandel geworden. Sie lassen sich die Entsorgung von Müll und Sondermüll bezahlen, entsorgen diesen dann aber in miserabler Weise. So wurde berichtet, dass auf einem Platz Decken und Lumpen ausgelegt wurden und in regelmässigen Abständen fahren dort Lastwagen vor, die Chemikalien auslehren und sie dann anzünden. Eine wirklich günstige Lösung! Natürlich sind die Folgen für Natur und Mensch verheerend. So konnte nachgewiesen werden, dass in dieser Region die Krebserkrankungen bereits um 10% gestiegen sind. Bedenken muss man aber auch die globalen Folgen. Mit den Schadstoffen, die so in die Atmosphäre gelangen, wird wiederum die Ozonbelastung erhöht. Wobei wir wider beim Thema Klimaerwärmung wären. Solche Beispiele können mich wirklich zur Verzweiflung treiben. Ist es denn Menschen möglich, dass diese Leute nicht merken was sie der Umwelt und sicher auch folgenden Generationen antun?! Möglicherweise gelangen Gifte ins Trinkwasser, auf den Böden kann nichts mehr angepflanzt werden und die Kinder werden durch die giftigen Gase krank. Aber wer denkt schon daran, wenn es um Geld geht…Ökonomie kommt leider oft vor Ökologie!
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3 Kommentare:
Das mit der Abfallentsorgung in Sizilien ist ja erschreckend! Ist das menschenmöglich, dass man so handelt? Man könnte meinen nicht, doch leider ist es trotzdem so!
Um dieses Phänomen zu beobachten muss man nicht bis nach Sizilien reisen. Wenn man an einem nebligen Herbsttag durchs Appenzellerland oder ein anderes ländliches Gebiet der Schweiz wandert, wird man bestimmt in der Nähe eines Bauernhofes ein Feuer entdecken, welches tief schwarzen Rauch in die Höhe steigen lässt. Viele Schweizer, vor allem Bauern verbrennen nach wie vor ihren Müll gleich neben ihrem Haus. Dies tun sie ohne schlechtes Gewissen, da man das früher auch so gemacht hatte wie sie oft sagen, wenn sie darauf angesprochen werden.
Andy, genau das gleiche wollte ich auch schreiben. Mein Grossvater ist Bauer, er hat das auch gemacht, jetzt konnten wir ihm diese Gewohnheit aber ausreden. Ich habe das Gefühl, dass viele Bauern dies nicht nur aus Gewohnheit tun, sondern auch, weil Abfall entsorgen kostet. Ein Feuer auf dem Feld hingegen kostet nichts - kurzfristig.
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