Freitag, 27. April 2007

Abfallentsorgung - Regelungen und Gebühren

Das Seminar letzter Woche zum Thema Lebensstil machte mich nachdenklich und ich richtete diese Woche klar den Fokus auf Berichte zur nachhaltiger Entwicklung. Die Migros-Zeitung dieser Woche war fast überfüllt mit Artikeln darüber, wie sie sich für fairen Handeln engagieren. Dies zeigte mir, dass es so einem Grosskonsern wie der Migros ein grosses Anliegen ist, die Kunden über ihr Engagement zu informieren. Ob dahinter auch noch eine weitere ökonomische Überlegung steckt, weiss man ja nicht? Aber nun sollte es positiv gesehen und festgehalten werden, dass sich die Migros für Produkte aus fairem Handeln egangiert.

Interessanterweise stiess ich dann in der NNZ auf den folgenden Zeitungsbericht über den Abfall.

Bern belegt beim Abfall einen Spitzenplatz

Ab 1. Mai gilt ein neues Abfall-Reglement mit deutlich höheren Gebühren. Das Littering (das achtlose Wegwerfen von Abfall) wird damit leider nicht behoben, aber nach dem Artikel änders sich optisch einiges. Blaue Säcke werden dominieren, die von längeren, aber weniger breiten - Fahrzeugen der Entsorgung abgeholt werden. Mehr Leute sind aufgefordert ihren Kehricht in Sammelstellen zu deponieren und Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe sind grundsätzlich verpflichtet, ihren Abfall in Containern statt in losen Säcken bereitzustellen. Damit will man die Mitarbeiter der Kehrichtabfuhr körperlich entlasten. Vorab aus der Innenstadt sind jedoch viele Gesuche zur Befreiung von der Container-Pflicht eingegangen, über die grösstenteils bis Ende Juni entschieden werden soll.

Neben den erhöhten Gebühren gibt es noch eine zweite Veränderung. Die Hauseigentümer haben nun die Grundgebühr nach der Bruttogeschossfläche und nicht mehr nach der Zimmerzahl zu entrichten. Dadurch werden auch abfallintensive Gewerbezweige oder die steuerbefreite Verwaltung zur Kasse gebeten, die in der Bundesstadt - auf 128 000 Einwohner kommen 148 000 Arbeitsplätze - einen erheblichen Anteil an der Bürofläche hat.

Sprechen nun diese Veränderungen für eine nachhaltige Entwicklung? Dies endgültig zu beurteilen finde ich schwierig. An der neuen Regelung finde ich es sehr gut, dass die Mitarbeiter der Kehrichtabfuhr entlastet werden, indem die grossen Firmen aufgefordert sind, ihre Abfälle im Container zu deponieren. Dem Aspekt, dass auch die Verwaltung mit einer grossen Bürofläche Abfallentsorgungskosten zahlen muss, stimme ich zu. Alle sollen für den Abfall bezahlen. Wie in diesem Artikel erwähnt, werden gute neue Regelement eingeführt, aber ob das Problem des Litterings mit einer Gebührenerhöhung gelöst wird? Die höhere Gebühr müsste die Leute doch dazu anregen, nicht mehr soviel Abfall zu produzieren, also Dinge mit wenig Verpackung zu kaufen. Ich glaube aber, dass dies eher eine Illusion ist, denn wer will schon auf seinen Luxus verzichten? Das Problem des Abfalls ist also aktuell und beschäfigt auch die Schweiz. Vor allem das Problemm Littering, zu dem noch einiges unternommen werden muss, dass die Leute wieder lernen nicht einfach ihren Abfall auf der Strasse zu entsorgen.

1 Kommentar:

ann-kathrin hat gesagt…

Wie du habe auch ich mich gefreut, dass die Migros-Zeitung diese Woche den fairen Handel im grossen Rahmen thematisiert hat. Mir gefallen die Inserate, in denen sie mit Kunden und Leuten aus der Produktion, die sie speziell unterstützen, abbilden. Oder dass sie damit Werbung machen, dass Kinder in Indien finanziell unterstützt werden, damit sie in die Shcule gehen können anstatt Kinderarbeit leisten zu müssen.

Ich befürworte das Erhöhen der Kehrrichtsackgebühr sehr. Denn meiner Meinung nach schmerzt Geld, dass man wie Steuern abgeben muss mehr als zum Beispiel Geld für Zigaretten oder so. Ich denke, dass dadurch einige leute schon dazu angeregt werden, weniger Abfall zu produzieren. Was ich aber nicht verstehe ist, wesshalb jemand mit einer grösseren Wohnfläsche mehr Gebühren zahlen muss. Er verbraucht dadurch mehr Enregie zum Heizen, zum Beleuchten, das stimmt und dafür soll man auch zahelne. Aber was hat das mit Kehrricht zu tun? Ich finde, alle sollen den von ihnen produzierten Abfall bezahlen, aber eben der Menge entsprechend.