Seit wir an diesem Blogg arbeiten und doch ab und zu neben der Schule darüber diskutieren, fällt mir immer mehr auf, welche riesigen Abfallmengen wir Menschen produzieren. Überall, dauernd und meist unbewusst.
Viele Nahrungsmittel sind verpackt, Gemüse und Früchte füllt man in Säckchen ab, Käse, Milch und Fleisch sind verpackt, vakumiert....dann gibt es noch die "extrem" verpackten Lebensmittel wie z.B. die Kaffekapseln - doppelt verpackt. Super!
Isst man in der Mensa ein Gelati, ganz normal scheint uns dort die Verpackung - weg mit ihr, in den Müll- mhhh, schon wieder Abfall produziert.
Jedes Mal, wenn ich in der WG den Eimer öffne, kommt mir unser Blogg in den Sinn, und denke dann immer, muss dieser Abfall jetzt wirklich sein. Obwohl wir kompostieren, Glas, Büchsen, Karton, Zeitungen und Batterien separieren, kann man einen gewissen Abfall heute fast nicht mehr umgehen. Das ist nun wohl unsere Welt.
Später mache ich mich auf den Weg an die PH. Bei der Wiese treffe ich eine Frau, die gerade eine Zigarettenschachtel über den Zaun wirft. Ich schaue sie an und bin paff, schockiert und wortlos. Sicherlich hat sie mir die Empöhrung angesehen, mein Kopfschütteln wahrgenommen. Aber warum habe ich nichts gesagt? Warum hatte ich nicht genügend Mut? Warum sollten wir NUR den Kindern einprägen, dass man nichts auf den Boden wirft? Wenn die Eltern schon nicht..., was dann mit den Kindern?
Noch lang habe ich mich aufgeregt, dass ich in diesem Moment stumm geblieben bin. Noch immer weiss ich nicht welche (und ob überhaupt) Reaktion angebracht gewesen wäre.
Dieses Thema macht mich sehr nachdenklich, die Zahlen, Berichte und v.a. der Abfallalltag ist niederschmettern. Welche Auswege gibt es bevor es zu spät ist. Ist es schon zu spät. Müssen wir die steigenden Säulen der Grafiken so hinnehmen oder könnnen wir denen entgegen treten?
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1 Kommentar:
hey seli,
dein blogg hat mich wirklich beeindurckt. Du hast das Dilemma in dem wir tagtäglich im Bezug auf Abfall stecken sehr treffend dargestellt!!! Sogar so treffend, dass ich hier einen freiwilligen, dritten Kommentar verfasse (-;
Im übrigend denke ich, dass dein vorwurfsvoller Blick sicherlich seine Wirkung nicht verfehlt hat. Blicke können oft stärker sein als viele Worte!
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