Achtsamkeit, ein schönes Wort! Seit einiger Zeit merke ich, dass unsere Kultur wirklich sehr ich-bezogen ist. Allen voran ich selber. Dies möchte ich gerne ändern. Darum ist es mir ein Anliegen, zuerst die anderen und ihr Befinden und meine Umwelt wahrzunhemen, denn mich selbst nehm ich schon genug wahr. Es gibt nichts Spannenderes als die Verschiedenenartigkeit der Menschen, und der gesamten Schöpfung! Darum ist es bereichernd und aufregend, achtsam durch den Alltag zu gehen.
Weil ich mich sehr gerne in der Natur aufhalte & Bewegung draussen zum Glücklichsein brauche, glaube ich, der Natur meist achtsam zu begegnen. Aber ich könnte noch viel mehr auf die kleinen Details am Wegrand achten. Das Wahrnehmen der Schönheit und Komplexität der Schöpfung bringt Freude und Dankbarkeit. Diese Gefühle erhöhen unsere Lebensqualität. Also machen sie unser Leben lebenswert.
Es tut mir weh, wenn ich weggeworfenen Abfall im Wald, im Park, im Bach sehe. Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich dazu erzogen wurde, nie etwas einfach auf den Boden zu werfen. Dieses Verhalten ist so stark in mir drin, dass ich es auch nicht schaffe, dagegen zu verstossen, wenn schon viel Abfall am Boden liegt.
Genau diese Selbstverständlichkeit, im Alltag bei den kleinen Dingen nachhaltig zu handeln, möchte ich einmal Kindern weitergeben. Denn nur so lässt sich die Welt Schritt für Schritt vielleicht wenigsten ein bisschen (schön sorgfältig formuliert!)verändern.
Montag, 30. April 2007
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5 Kommentare:
Ich bin sehr umweltbewusst erzogen worden. Ich recycle PET, Alu und Glas und versuche das Essen nicht zu verschwenden. Ich schaffe es auch nicht, Abfall auf den Boden zu werfen, obwohl am Boden Abfall liegen mag. Als Kind pflegte ich eine spezielle Beziehung zur Natur. Diese Einstellung begleitet mich heute noch. Ich habe schon immer verletzte Tiere nach Hause gebracht und sie wieder aufgepäppelt. Heute noch entferne ich Schnecken vom Trottoir oder Frösche von der Strasse, denn nichts tut mir mehr weh, als verstampfte oder überfahrene Tiere zu sehen.
liebe änki, schon wieder ein post von mir. Deine Texte animieren mich offenbar zum schreiben. Ich finde den Text sehr schön und tiefsinnig, den du verfasst hast. Damit, dass du das Thema Achtsamkeit ganz anders interpretiert hast als ich, wurde mir bewusst, wie weitläufig das Thema ist. Du hast mehr den Aspekt angesprochen, dass man den Blick öfters weg von sich und auf "die wichtigen Dinge des Lebens" richten sollte. Im Gegensatz dazu habe ich mich mehr auf den achtsamen Umgang mit Dingen und Lebewesen beschränkt. Das schöne an deinem post finde ich die Überzeugung und Echtheit, die daraus spricht!!!
hoi änki!
deinen Beitrag finde ich super! ich denke, dass wir in unserer Kindheit einiges zur Achtsamkeit mitbekommen haben, dass unseren Eltern dies wichtig war. Trotzdem leben wir in einer Gesellschaft, in der die ICH-Perspektive enorm wichtig ist. Ist es möglich diese Perspektive in der CH überhaupt zu ändern, wird man dabei von anderen nicht völlig überrannt? Gerne würde ich mal in einer Gesellschaft leben, in der das ICH in der zweiten Reihe sitzt. War es in Nepal s0?
hoi änki
Deinen Text hat mich sehr angesproche, vor allem die Achtsamkeit der Natur gegenüber. Sie achtsam wahrzunehmen, versuchen wir, könnten es aber noch mehr machen und eben auf Wegranddetails achten. In meinem Blog berichtete ich auch über die Achtsamkeit der Natur gegenüber und dass ich auch keinen Abfall auf die Strasse werfen kann. Interessant fand ich, dass du dies in Verbindung mit unserer Erziehung in der Kindheit gebracht hast. Es stimmt nämlich, dass wir dadruch geprägt sind und es nie übers Herz bringen würden unseren Abfall auf der Strasse zu entsorgen. Anhand dieses Zusammenhangs, ist uns bewusst, diese eingeprägte Verhalten auch unseren Schulkindern einmal weiterzugeben.
Ich finde deinen Blogg sehr interessant und stimme dir völlig zu! Auch ich achte viel zu wenig auf die kleinen Dinge der Natur, so zum Beispiel auf die Blumen am Wegrand. Obwohl eigentlich kleine Dinge das Leben schön machen...
Auch ich erschrecke immer wieder, wenn ich Abfall auf dem Boden sehe. Für uns ist es selbstverständlich den Abfall in einem Kübel zu entsorgen. Doch leider, leider für viele Leute nicht. Darum sehe ich es als eine Aufgabe von uns Lehrpersonen, dies den Schülerinnen und Schülern weiterzugeben... In der Hoffnung, dass es wirksam ist...
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