Die ist Schweiz sauber, es herrscht Ordnung, wenig Müll liegt auf der Strasse und Abfälle werden sortiert. Dies ist der Eindruck vieler Touris und die Meinung vieler Schweizer und Schweizerinnnen.
Auch ich geniesse die Schweiz in diesem Zustand. Keine eckligen Gerüche wenn man durch die Strassen geht, kein oder wenig Müll am Strassenrand, sauberes Trinkwasser usw. Luxus.
Während der Prakikumszeit bin ich an manchen Tagen früh durch die Gassen von Chur gegangen. Zu dieser Zeit könnte man meinen man befinde sich in einem anderen Land. Denn dann sind die Strassen oft nicht so anzufinden wie tagsüber. Da fragte ich mich oft, sind die Schweizer und Schweizerinnen wirklich so sauber und halten sich an die Regeln, wie wir wirklich meinen? Oder ist es der Staat, der viel Geld für die Aufräumarbeiten zur Verfügung stelllt um das Bild "Die saubere Schweiz" nicht zu gefährden.
Ist es nicht so, dass die Schweiz viel Geld hat, auch viel Geld für Aufräumarbeiten usw. ausgibt. Andere Länger aber, sind nicht in der selben finanziellen Lage und können diesen Service nicht leisten.
Sind die Schweizer und Schweizerinnen wirklich so "Abfallbewusst" oder ist es eher der Staat, der grossen Wert auf Sauberkeit legt?
Ich glaube wir dürfen nicht auf der faulen Haut sitzen bleiben und den Ruf der sauberen Schweiz geniessen. Denn wenn heute und zukünftig die Gesellschaft, aber vor allem die Kinder nicht auf die Problematik aufmerksam gemacht werden und sie dafür nicht senibilisiert werden, entgleist auch bei uns die Situation.
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4 Kommentare:
Hallo Selina
Ich finde deinen Text spannend zu lesen. Ich denke jedoch nicht, dass "die saubere Schweiz" wie du sie nennst, ein Resultat von übermässig viel Geld des Staates ist. Natürlich sind Aufräumarbeiten und Müllentsorgung vom Staat finanziert. Wenn ich mich jedoch in den umliegenden Ländern bewege, erkenne ich keinen wesentlichen Unterschied, dass der Staat dort einen kleineren Aufwand betreibt. In Bournemouth (England) hatte ich eher das Gegenteil erfahren. Der Staat kämpft für ein "sauberes England" und die Menschen dort werfen Flaschen, Büchsen, Karton, Papier.. einfach alles in denselben Mülleimer. Viel mehr stellt sich für mich die Frage ob die „Abfallmentalität“ sich von Dorf zu Stadtbewohnern verändert?
Lämmler Maria LGE04
Auch ich finde deinen Beitrag sehr spannend. Ich kann mir gut vorstellen, dass die Sauberkeit eines Landes mit dessen finanziellen Möglichkeiten zusammenhängt. Allerdings hat bestimmt auch die Erziehung einen entscheidenden Einfluss auf unser "Abfallverhalten". Deshalb erachte auch ich es als sehr wichtig, das Thema mit Schülerinnen und Schülern ausführlich zu behandeln. Wie ich in meinem Post erwähnt habe, kann ich mir vorstellen, dass einigen Menschen hier das Wissen fehlt, wie Abfall getrennt werden kann. Die Schule hat den Auftrag, Kinder zu Menschen heranzuziehen, die verantwortlich mit der Umwelt umgehen. Meiner Meinung nach sollte sie diese Form der Aufklärung übernehmen!
Pascale Jürgens, LG C 04
Ich denke, die Schweiz ist ein Land, welches nicht mit Ressourcen verwöhnt war und somit gezwungenermassen verschiedene Stärken entwickelte. Eine davon die Disziplin.
Deshalb haben wir auch einen recht hohen Standard, was die Abfallentsorgung anbelangt. Aber diese Disziplin kommt wohl weniger vom Bürger selber denn vom Staat, welcher wiederum Geld investiert in die Kehrichtabfuhr, Gewährleistung von Eimern etc. Letztlich beläuft es sich dabei aber um eher kleine Investitionen für einen Staat, welcher z.B. bekanntlich Millionen und Milliarden in den Strassenbau investiert.
Deshalb denke ich, ist das nicht nur eine Geldfrage, sondern zeigt es auch das Image, den Stolz eines Staates. Und da wir anscheinend dieser Einstellung von 'oben' nicht mit Trotz begegnen (Abfall sinnlos wegzuwerfen trotz aufwändiger Gewährleistung der Infrastruktur hat für mich einen etwas trotzigen Charakter), klappt das in der Schweiz relativ gut.
Abfall war für die Menschen schon immer ein Thema.
So hat man im Mittelalter irgendwann gemerkt, dass sich die Ratten und dadurch die Pest durch den einfach auf die Gassen geworfenen Abfall enorm verbreiten.
Darauf hat man begonnen den Abfall ausserhalb der Stadt anzuhäufen, doch auch da kamen die Nager noch gut dazu.
So hat begonnen den Abfall zu vergraben, doch brauchte man während dem 2.Weltkrieg alle möglichen Metallvorräte, so dass man den Abfall wieder ausgraben musste. Nun sind wir soweit, dass wir den Abfall trennen und verbrennen, durch die Verbrennung gewinnen wir sogar noch Strom.
Wie werden wir wohl in Zukunft unser Abfallproblem lösen? Per Spaceshuttle in fremde galaxien?
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