Sonntag, 27. Mai 2007

Liebe Studierende des Abfall-Blogs,

ich verfolge Ihre Posts mit Interesse und möchte mich zu einigen Punkten aus Ihren Posts kurz äussern: Sie haben den Text von Herz einerseits als engagiert und hilfreich empfunden, andereseits empfinden Sie ihn als zu idealistisch, vielleicht sogar polarisierend. So scheint mehrfach die Frage auf, inwiefern Herz Vorschläge auch tatsächlich in der Schulpraxis umgesetzt werden können. Herz' formulierte Handlungsvorschläge stellen sicherlich eine Herausforderung dar für die Schul- und Vorbereitungspraxis. Es geht wohl nicht darum, dass die genannten Vorschläge in Ihrer Gesamtheit verwirklicht werden, sondern der eine oder andere Punkt kann Ihnen helfen, die Nachhaltige Bildung ganz konkret in Ihrer Arbeit einzubauen. Es sind Visionen und Ideale, die er formuliert, lassen Sie sich davon nicht abschrecken - jedoch sollen sie langfristig keine Visionen bleiben, sondern einen selbstverständlichen Platz in der Praxis einnehmen.

Tatsächlich stellt uns die Nachhaltigkeit wohl immer wieder vor ein Dilemma: bequem, günstig und schnell ist oft nicht nachhaltig. Das heisst, die Motivation zu nachhaltigem Handeln braucht wohl oft Überwindung, die vielleicht auch als Einschränkung empfunden wird. Wenn wir es schaffen unser Verhalten so zu "trainieren", dass der Nachhaltigkeitsgedanke nicht als ein Druck (oder Verpflichtung - unser Gewissen?) von aussen empfunden wird, sondern wir aus uns selber heraus - man nennt es intrinsisch motiviert - nachhaltig handeln haben wir wohl einen riesig grossen Schritt vorwärts gemacht.

Ihre Gruppenarbeit zum vergangen Montag zeigt, dass Sie die wichtigsten Elemente aus dem Vortrag von Frau Künzli verstanden und sinnvoll in die Reflexion zum Thema Milch eingebaut haben. Einzig die Unterscheidung von herkömmlichem M&U-Unterricht zum bearbeiteten Nachhaltigkeitsthema fehlt in Ihren Überlegungen.

So grüsse ich Sie freundlich, Michael Zahner

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