Samstag, 26. Mai 2007

Schule im Sinne der Nachhaltigkeit

Nach meiner Meinung werden in diesem Text ganz viele wichtige Dinge angesprochen und Herr Herz kritisiert, diskutiert und beleuchtet fleissig verschiedenste Aspekte eines nachhaltigen Unterrichts. Er weißt mit Leidenschaft darauf hin, dass die Schule ganz viel tun kann, um bei Kindern ein nachhaltiges Denken und Handeln zu erreichen. Grundsätzlich lässt sich zu keinem der von ihm genannten Punkte etwas einwenden. Womit ich allerdings etwas Mühe hatte, ist seine Art zu schreiben. Er weiss offenbar besser als jede andere Person, was getan werden muss, um unsere Kinder zu einem verantwortungsvollen und nachhaltigen Lebensstil zu bewegen. Bei diesen nahezu perfekten Theoriekonstrukten steht für mich aber immer die Frage, ob er sein Postulat auch so entschieden umsetzen könnte, wie er es vertritt. Ich bin davon überzeugt, dass es wichtig und möglich ist im Unterricht ökologische, soziale und ökonomische Aspekte zu behandeln und mit den Kindern Projekte zu realisieren, die echtes Engagement fordern und Zusammenhänge bewusst machen. Allerdings glaube ich nicht, dass es in einer Schule, die von Fächern bestimmt wird möglich ist. Um Nachhaltigkeit vollumfänglich im Sinne von Herr Herz umzusetzen, bräuchten wir erst strukturelle Veränderungen in unseren Schulen. Noch eher als in der Schule, wird es im Kindergarten möglich sein seine Vorstellungen umzusetzen, da man dort viel besser langfristig an Projekten arbeiten kann.

Bezüglich unserem Blogthema habe ich durch diesen Text einige Anregungen bekommen. Herr Herz spricht die Abfallthematik mit einigen Beispielen an. Darunter etwa den Klärschlamm und den Export von Abfällen aus dem Westen in ärmere Länder. Dies sind zwei Punkte, die mir bisher noch gar nicht in den Sinn gekommen sind. Jeder Begriff eröffnet schon wieder ein riesiges Themenfeld. Ich habe für mich überlegt, wie ich dies mit Kindern nun konkret behandeln könnte. Was mir nun als eine sehr faszinierende Variante erscheint, ist das aufzeichnen eines Kreislaufs beziehungsweise eines gestörten Kreislaufs. Ich könnte mir vorstellen, mit Kindern eine Geschichte zu erfinden, die davon handelt, dass ein Gegenstand entsteht und gebraucht wird, bis er schliesslich zum Abfallstück wird und seine Reise antritt. Dieses Abfallstück durchlebt viel auf seiner Reise und kommt an verschiedensten Orten vorbei. So könnte man die Kinder happy- und unhappy-stories erfinden lassen. Ich bin sicher sie würden mit viel Phantasie Abfallabendteuer erfinden. Ich könnte mir gut vorstellen, das Thema Abfall so zu beginnen, um anschliessend systematisch, anhand von echten Beispielen, verschiedenste Abfallwege zu verfolgen und mit den Kindern über Wertfragen zu diskutieren.

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