Otto Herz proklamiert in seinem Text ganz klar, dass die Agenda 21 einer der grossartigsten Bildungsideen, in erkennend-verstehender, in praktisch-politischer, in zum Handeln befähigender Absicht ist, die alle Schulen umsetzen sollen. Ich stimme dem zu, dass Nachhaltigkeit in alle Schulen aufgenommen werden muss. Denn die Welt benötigt Empowerment, von uns allen! Die Agenda 21 erhält Wirkkraft, wenn wir folgenden Grundsatz der globalen Partnerschaft beachten: ‚Jeder kann von jedem lernen’. Mir ist es auch ein Anliegen, dies in meinen zukünftigen Unterricht einzubauen. So kann eine integenerationelle Gerechtigkeit hervorgerufen werden, die den Kindern bewusst macht, dass sie die Welt und deren Zukunft mitgestalten können.
Die Handlungsmöglichkeiten von Schulen, in Bezug auf die Herausforderungen der Agenda 21, beschreibt Otto Herz umfangreich. Mich beeindruckte einiges und durch seinen Text erhielt ich den Einblick in Möglichkeiten zur praktischen Umsetzung solcher Themen. So nehme ich folgende Grundsätze für meinen zufkünfitgen Unterricht mit:
- Die Kinderagenda zeigt auf, dass die alle Themen der Agenda 21 auch von Kindern und für Kinder erschlossen werden können.
- In der festen Teamarbeit kann die fachübergreifende Durchdringung komplexer Fragestellungen und Abstimmungen zwischen den Fächern gewährleistet werden.
- Assembly – schulinterne Versammlung aller Lernenden und Lehrenden – als Methode anwenden, um Problemstellungen fach- und sachkundig zu bearbeiten. (Auch Randthemen finden in diesem Rahmen Platz).
- Öffentliche Präsentationen sind von grosser Wichtigkeit, damit die Kinder erarbeitetes Wissen und angeeignete Erkenntnisse weitergeben können.
- Das Schulhaus, wo sich Lernende und Lehrende täglich aufhalten, soll auf seine Nachhaltigkeit untersucht werden. Einerseits praktizieren die Kinder darin Unternehmens-Geist und Selbst-Wirksamkeit. Andererseits ist es auch ein ideales praktisches Handlungsfeld für das Engagement von Eltern und Partner von Schulen (Zusammenwirkung von Schule und ausserschulischen Partnern).
Otto Herz nennt ein praktisches Beispiel zum Thema Abfall – unserem Blogthema. Dieses Thema in der Öffentlichkeit mit einer Präsenation von Müllsäulen zu thematiesieren, finde ich sehr spannend. Es zeugt für mich davon, dass die Kinder Selbstverpflichtung wahrnehmen und handeln. Auf diese Weise werden die Leute mit aktuellen Missständen konfrontiert, und zwar ausgelöst durch Kinder. Die Anteilhabe der Kinder an der Mitgestaltung unserer Umwelt ist sehr zentral und der soll immer grosse Beachtung entgegengebracht werden. Wir Lehrpersonen sind meiner Meinung aufgefordert Nachhaltigkeit in unseren Schulalltag einzubauen. Um aktuelle Themen aufzugreifen und den Kindern zu zeigen, dass gehandelt werden muss!
1 Kommentar:
Die Selbstverpflichtung der Kinder, über die du bezüglich der "Müllsäule" in deinem Beitrag schreibst, finde ich unglaublich wichtig, wenn wir in der Schule Bildung für nachhaltige Entwicklung "betreiben" möchten. Die Selbstwirksamkeit, die die Kinder bei solchen Projekten erleben, ist ausschlaggebend dafür, dass sie sich weiter aktiv mit der Nachhaltigkeit beschäftigen. So bleibt für sie dieses Thema nicht abstrakt und nur für Erwachsene mit viel Geld oder Einfluss gedacht, sondern etwas, wo jeder und jede, auch ein Kind, seinen Beitrag leisten kann. Wenn es uns als zukünftige Lehrpersonen gelingt, solche "Erfolgserlebnisse" zu ermöglichen, haben wir wahrscheinlich einen guten Boden gelegt.
Natalia Matsubayashi (04E)
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