Dienstag, 8. Mai 2007

Die Teile eines Bahnwagens

Ich und unzählige weitere Menschen nutzen täglich das öffentliche Verkehrsnetz der Schweiz. Die SBB muss dafür das Schienennetz verlegen und in Stand halten. Sie muss Wägen und Lokomotiven kaufen und Personal für die Instandhaltung, Kontrolle und Bedienung der Kunden einstellen und bezahlen. Sie benötigt ausserdem einen zuverlässigen Stromproduzenten, der Tag und Nacht den Bedarf an elektrischer Energie bereitstellen kann, um das Bahnnetz zu betreiben. Bahnhöfe müssen errichtet und betreut werden und das Personal der Bahngesellschaft muss eingestellt, bezahlt und ausgebildet werden.

Gerade wird mir bewusst, was alles nötig ist, um diese Dienstleistung bereit zu stellen. Es braucht eine riesige Leistung alle Vorgänge zu Koordinieren und die Informationen an einem Ort zusammenlaufen zu lassen. Umso erstaunlicher wird die ganze Situation, wenn man nun zu überlegen beginnt, was es braucht, um nur schon einen einzelnen Bahnwagen herzustellen. So ein Wagen besteht aus einem Fahrwerk aus Metall, den Aussenwänden und der ganzen Innenausstattung. All diese Teile werden wahrscheinlich von unterschiedlichen inn- und ausländischen Produzenten hergestellt und zusammengefügt. Der Bahnwagen gelangt von einer Produktionsstätte zu nächsten, bis er schliesslich auf den Schienen durch die Schweiz rollt.

All das, damit ich jeden morgen bequem und pünktlich in Rorschach an der PHR erscheinen kann!!!

Der hier beschriebene Bahnwagen ist nur ein Einzelelement unserer materialistischen Welt. Beginnt man einmal zu überlegen, wie es möglich ist, all die Dinge unseres Alltags überhaupt bereitzustellen, beginnt einem beinahe der Kopf zu rauchen.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

hallo Katharina,
Schön hast du den ganzen Weg der Eisenbahn beschrieben. Es wurde mir wirklich bewusst wie kompliziert und langatmig so ein riesiger Weg sein muss. Per Zufall weiss ich gerade, dass die neuen Züge der Intercity's in Kanada produziert werden (Ich als Kanada-freek :-)) ja und da ging mir auch durch den Kopf in wie weit, dass es sich lohnt diese dort zu produzieren, denn der Transport eines solchen Zuges in die Schweiz muss ja sehr kompliziert sein. Ökonomisch gesehen muss es sich wohl doch lohnen, sonst würden die Schweizer ja wohl einen anderen Weg einschlagen. Wie auch immer, ich werde diesem Thema noch nachgehen :-) Liebe Grüsse
Lämmler Märi, LGE