Donnerstag, 3. Mai 2007

Achtsamkeit - Ein Teil unseres alltäglichen Lebens?

Gestresst geht man durch die Stadt oder läuft am Morgen möglichst schnell zum Bahnhof, ohne gross herumzuschauen. Einfach geradeaus ans Ziel und ohne grossen Zeitverlust! Die Achtsamkeit ist in unserem hektischen Alltag stark zurückgewichen, schnell vergessen und manchmal verliert sie ihren Anteil am Alltag ganz. Doch ist dies die richtige Lebensweise, die Mitmenschen oder die Natur einfach nicht zu beachten? Die Tatsache einfach auszuschliessen, dass der Mensch in Wechselbeziehungen zu Menschen oder der Natur steht? Ist es notwendig achtsam wahrzunehmen und zu werden? Was erreicht man damit?

DIE ACHTSAMKEIT

Die Augen öffnen
Beobachten
Die Ohren öffnen
Lauschen
Die Hände ausstrecken
Fühlen
Den Mund öffnen
Schmecken

Die Umwelt wahrnehmen
Herumschauen
Zeit dafür haben

Meiner Meinung nach ist die Achtsamkeit ein wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Durch achtsames Wahrnehmen setzen wir uns mit unserer Umwelt auseinander, werden angehalten über gewisse Sachen oder Probleme nachzudenken. Nur wenn wir achtsam sind, beginnen wir Verantwortung unserem Umfeld gegenüber, ob Mensch, Tier oder Natur zu übernehmen. Wir sind uns so bewusst, dass wir ein Teil von ihr sind und abhängig voneinander. Daher ist es wichtig, die Achtsamkeit nicht zu vergessen. Zeit dafür zu nehmen, ist wichtig. Durch sie kann man wieder zu ganz neuen Einsichten kommen und man lernt die Pracht der Natur zu schätzen, die einem auch Kraft verleiht.

In den letzten Wochen ging ich viel aufmerksamer durch die Strassen, nahm verschiedene kleine Sachen wahr. Zurzeit bin ich sehr achtsam. Denn meine Diplomarbeit, in der ich ein Gartenprojekt für die Schule ausarbeitete und dieses Modul öffneten mir meine Augen. Der Umgang mit der Natur ist mir sehr wichtig geworden und ich achte besonders darauf, dass man artgerecht mit der Umwelt umgeht. Die Verschmutzung der Umwelt finde ich sehr abscheuden und kann es nicht verstehen, wenn Leute ihren Abfall einfach auf der Strasse liegen lassen. Heute las ich in der Zeitung einen interessanten Artikel zur Abfallentsorgung an Bahnhöfen. Das neue Recycling-Pilotprojekt, das am St.Galler Bahnhof ausprobiert wird, beeindruckte mich. Sammelinseln mit Behältern für Glas, PET, Alu und Papier wurden aufgestellt. Die Leute sind nun aufgefordert die Entsorgung ihres Abfalls selbst vorzunehmen, ihre Redbulldose also direkt nach dem Aussteigen im Alucontainer zu entsorgen. Dieses Projekt zeigt mir, dass es grossen Firmen wie der SBB ein Anliegen ist, die Leute auf die grosse Abfallmenge aufmerksam zu machen und sie anzuhalten, Abfall richtig zu entsorgen. Die SBB hat ihre Achtsamkeit auf das Problem des Abfalls ausgerichtet und möchte dort Verbesserungen erreichen. Die Achtsamkeit einige Zeit auf eine Sache zu beschränken, finde ich nicht schlecht. Danach ist es wichtig, sie wieder auszuweiten und weitere Aspekte wahrzunehmen, zu erkennen und achtsam daran zu arbeiten.

4 Kommentare:

eger hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
eger hat gesagt…
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eger hat gesagt…

Ich finde deinen Bericht zu vermehrter Achtsamkeit im täglichen Leben sehr gut und freue mich, dass es viele Leute gibt, die nicht nur fassadenhaft feinfühlig für die Umwelt sind. Recycling beginnt ja schon beim bewussten Einkauf, im Umgang mit den Dingen und endet bei einer allfälligen Entsorgung.
Umwelt sind ja auch die Leute um uns herum, vielleicht bringt da erhöhte gegenseitige Achtsamkeit auch eine Verbesserung der Lebensqualität. Achtsam heisst ja nicht unbedingt einfach schweigen wo es brenzlig wird.
4. Mai 2007 02:29

Chaib hat gesagt…

Du hast den Aspekt der Achtsamkeit sehr gut beschrieben. Durch die immer höhere Geschwindigkeit, mit welcher wir förmlich durch den Alltag rasen, gehen viele kleine Momente verloren, da wir direkt auf unser Ziel zu steuern. Genau diese Momente wären Inseln der Ruhe und Kraftgebung. Somit liegt es an jedem selbst, ob er diese Pausen einlegen möchte oder lieber mit Speed durch die Welt saust. Ich selber habe gemerkt, dass ich mich vermehrt zwingen muss, diese Pause einzulegen, sonst verliere ich mich Rausch der Geschwindigkeit. Dieses Modul verinnerlicht mir dieses Bewusstsein wieder, wofür ich sehr dankbar bin.

Einen generellen Aspekt möchte ich gerne noch ansprechen. Wie du erwähnt hast, macht sich nun auch die SBB an die nachhaltige Entwicklung. Ein Unternehmen dieser Grösse mit dieser Öffentlichkeitsbeachtung kann sehr viel erreichen. So viele Menschen reisen täglich mit den ÖV's, so dass die SBB ein Vorbild werden könnte. Da denkt sich vielleicht einer, wenn die SBB den Müll trennt, sollte ich das auch tun. Diese Anstösse sind sehr wichtig für unsere Gesellschaft und bringt uns Stück für Stück näher auf den richtigen Pfad in Richtung Nachhaltigkeit.