Freitag, 11. Mai 2007

Unser täglich Papier

Papier ist ein Material, mit dem wir täglich in Berührung kommen. Jeden Tag machen wir uns Notizen auf Blättern, drucken wichtige Inforamtionen aus, lesen aus Zeitungen, Zeitschriften oder Büchern. Das Papier – ein globales Produkt - stellt für uns einen sehr wichtigen Bestandteil dar. Vor allem wir Studenten benutzen es in unserem Studium kilogrammweise. Doch sind wir uns eigentlich bewusst, welcher Aufwand notwendig ist, um Papier herzustellen? Welche globalen Vernetzungen und Probleme damit verbunden sind?

Für die Papierproduktion sind Holz, Wasser und Energie notwendig. Der Rohrstoff Holz ist der zentrale Lieferant. Wälder werden abgeholzt, damit Papier hergestellt werden kann. 20% des weltweit eingeschlagenen Holzes werden zu Papier verwendet. Die Abholzung findet natürlich nicht in unseren Regionen statt, sondern, in Indonesien, Malaysia, Bruma aber auch auf dem afrikanischen und südamerikanischen Kontinent. Es gibt eine hohe Nachfrage seitens der entwickelten Länder. 20% der Weltbevölkerung nehmen 80% der weltweiten Papierproduktion in Anspruch. In Deutschland zum Beispiel konsumieren die Menschen so viel Papier wie der gesamte afrikanische und südamerikanische Kontinent zusammen. Jeder Mensch in Deutschland verbraucht pro Jahr etwa 240 Kilogramm Papier. Eine extrem einseitige Nutzung, die bewirkt, dass wertvolle Wälder der Säge zum Opfer fallen. Die Holzindustrie macht den Menschen ihr Land streitig und zerstört traditionelle Lebensweisen. Die Zerstörung der Wälder ist ganz klar mit unserer Papiernachfrage verbunden. Weiter wird bei der Papierherstellung Energie verbaucht und so kommt es zu umweltbelastenden Emissionen in Wasser und Atmosphäre. Auch die Altpapierdeponien sind zu einem grossen Teil aufgefüllt und führen zu einer Belastung des Bodens.

Dem können wir entgegenwirken, indem wir auf einen angemessenen Papierverbrauch achten (Doppelseitiger Ausdruck, einseitige beschriebene Blätter nochmals verwenden) und Recyclingpapier verwenden. Folgende Argumente sprechen dafür:

- Zur Produktion von Frischfasernpapieren (weisses) wird das benötigte Holz grösstenteils aus bedrohten Urwaldgebieten gewonnen. Recyclingpapier hingegen benötigt nur einen geringen Anteil.

- Die Reduzierung der Abholzung trägt zu einer Verringerung von Treibhauseffekt sowie von der Versauerung der Böden bei.

- Die Herstellung von Altpapierrohstoff ist bedeutend umweltverträglicher:

Für 1 t frischen Zellstoff werden 115l Wasser und 3.300 kWh Strom benötigt.
Für 1 t Altpapierrohstoff nur 16l Wasser und 1.300 kWh Strom.

-->Die Wiederverwendung von Altpapier verringert den Rohrstoffbedarf, Energieverbrauch und Emissionen.

Das Material Papier steht auch in engen Zusammenhang mit unserem Webblogthema Abfall. Die aufgeführten Vernetzungen zeigen auf, dass Altpapier ein wichtiger Rohrstoff ist, dergesammelt und wiederverwendet werden soll. Ich nehme mir diese Erkenntnisse zu Herzen und werde darauf achten. Denn so kann ich nachhaltig Handeln. Aber meiner Meinung nach sollten auch grössere Institutionen, wie Schulen, Büros, Verwaltungen, Hochschulen und Universitäten auf Recyclingpapier umstellen. An diesen Orten wird Papier tonnenweise verbraucht. Durch diese Umsetzung würde die Nachfrage nach Frischfaserpapier sinken und weniger Holz würde abgeholzt. Also auch ein kleiner Aufruf an die PHR: Skript nur noch doppelseitig und auf Recyclingpapier zu kopieren!

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