Sonntag, 6. Mai 2007

Liebe Studierende,

ich möchte mich hiermit zum ersten Mal an ihren angeregten Diskussionen beteiligen. Ich bin beeindruckt von Ihren Posts und Kommentaren. Die Fülle und Ausführlichkeit verschiedener Meinungen freut mich. Ihre Posts sind gefüllt mit eigenen Erfahrungen - auch ganz persönlichen -, Gedanken und konkreten Informationen, die Anlass zum weiterdenken und nachfragen geben. Ich möchte mich in diesem ersten Post auch zu dem einen oder anderen Punkt äussern:

In einem der Posts habe ich die Frage gelesen, was die Dozierenden wohl genau mit dem Achtsamkeitsauftrag bezwecken. Geht es darum, die Zeit bis zum Sommer an der PHR zu geniessen, von den Modulen zu profitieren – also meine Jetzt ganz bewusst wahrnehmen; oder stärker um die Frage, wie wir uns gegenüber der menschlichen und nichtmenschlichen Natur verhalten... wohl um beides. Achtsamkeit bedeutet für mich, aufmerksam, bewusst und ganzheitlich meine Umgebung wahrzunehmen, von ihr zu lernen, sie vielleicht verändern wollen. Und hier gehören durchaus beide angesprochenen Bereiche dazu... es darf auch um mich als Person gehen. Freundschaften an der PHR zu geniessen, spannende Inhalte vertiefen, sich auf etwas freuen... die Haltung der Achtsamkeit also versuchen immer mehr zu einer Lebenshaltung und –einstellung zu machen. Somit können wir Achtsamkeit auch als etwas Erlernbares bezeichnen.

Thema Abfall: in mehreren Ihrer Blogs beschreiben Sie, wie viel Abfall eigentlich täglich produziert wird. Allein an der PHR fallen täglich grosse Mengen Papier-, CD-, Essensabfälle an. Wir haben die Möglichkeit, und die PHR versucht dies auch, solche Abfälle zu recyceln.

Beim täglichen Einkauf stelle ich fest, dass zahlreiche Produkte unnötig aufwändig verpackt sind (Negativbsp.: Tropenfrüchte in der Migros).. ein anderes Bsp. sind die Nespressomaschinen. Mittlerweile gibt’s praktisch keine normalen Pulver-Kolbenmaschinen mehr auf dem Markt. Nespresso mit seinen Kapselmaschinen ist der grosse Gewinner um Kaffemaschinenkunden. Die Firma wirbt zwar damit, die Kapseln zu trennen (Alu wird wiederverwertet, Kaffepulver zur Dünung verwendet) – nur, Recycling alleine reicht nicht. In diesem Fall wäre wohl Vermeidung die bessere Möglichkeit, da die Herstellung der Kapseln ja schliesslich wiederum sehr viel Energie benötigt und somit Abfall (CO2 usw.) ausgestossen wird. Letztes Jahr verkaufte Nespresso 3 Milliarden Kaffeekapseln. Man rechnet mit 2500 Tonnen Aluminium der im Müll landete, weil die Kapseln von vielen Konsumenten nicht fachgerecht entsorgt werden... Luxusmüll also!

Bis zum nächsten Mal, freundliche Grüsse, Michael Zahner

Keine Kommentare: