Meine Pfingsten habe ich damit verbracht, Modulnachweise zu verfassen und Vorbereitungen für einen Besuchstag und eine Stellvertretung zu machen. Ausserdem habe ich endlich damit begonnen für die erste Diplomprüfung zu lernen. Kurz gesagt, war ich die ganzen drei Tage zu hause und mit PHR-Angelegenheiten beschäftigt. Die einzigen Naturerfahrungen, die ich dabei gemacht habe, waren meine Kaffeepausen, die ich in schönem Wetter traditionell auf der Bank vor unserem Bauernhaus verbringe. Dabei kann ich über Hügel und Wiesen in den Alpstein blicken.
Also, nun noch ohne jeglichen Zynismus oder Galgenhumor. In meiner Freizeit geniesse ich es sehr zu wandern, mit dem Velo durch schöne Landschaften zu reisen oder Spaziergänge im Wald zu unternehmen. Schon als Kind haben meine Geschwister und ich viel Zeit draussen verbracht. Da ich in einem Haus aufgewachsen bin, das von Bäumen und Kuhwiesen umgeben ist, verbrachten wir unsere Tage mit Klettern, Sammeln, Bauen und im Winter mit Schlitteln, Skifahren und Spielen im Schnee. Ein Kinderparadies in der Natur. Diese ganzen Erfahrungen haben mich dahingehend geprägt, dass ich immer noch gerne draussen bin und ich in der Natur immer wieder erlebe, wie grossartig und schön unsere Welt doch ist. Bewunderung und Ehrfurcht und ein irgendwie spirituelles Gefühl kann mich in solchen Momenten befallen. Obwohl ich nicht sehr religiös bin, habe ich einmal ein Gebet gelesen, das dieses Gefühl sehr treffend beschreibt und mir geblieben ist:
Von grossen Mächten wunderbar gehalten,
erwarten wir getrost was kommen mag.
Gott ist bei uns, am Abend und am Morgen.
Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.
Das Gefühl von aufgehoben sein, und dass trotz allem schlechten, das in der Welt geschieht, noch Hoffnung besteht, verspüre ich in solchen Momenten sehr stark.
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3 Kommentare:
Hoou, das tut mir fast weh, dass du alle Pfingsttage mit PHR-Sachen verbracht hast...(Obwohls ja nötig wäre). Das Gefühl, gut aufgehoben zu sein und dass die Welt eben auch einigen Teilen doch noch in Ordnung ist, verspüre ich sehr stark, wenn ich in der Natur bin. Dafür lohnt es sich auch zu kämpfen!
Liebe Katharina,
Ich bin schon richtig süchtig nach deinen Posts, nur alleine deswegen, dass ich jede Woche von Neuem über deine Einträge staunen kann, lohnt es sich, NICHT in die Natur zu sitzen und munter weiter zu rackern :-)
Nein es ist mir Ernst - du bist halt einfach meine Seelenverwandte, zumindest was Post-schreiben an der PH angeht. Ich finde deine Art zu denken genial und zusätzlich triffst du immer noch genau die besten Wörter. Also Chapeau!! Aber nun zu meiner eigentlichen Aussage. Dieses Gefühl der Sicherheit, der Geborgenheit und der Sorglosigkeit, welche man nur in der Natur so unsagbar deutlich verspüren kann, kenne ich auch sehr gut! Ich dachte, dass es vielleicht irgend einen Zusammenhang gibt, zwischen dem fast schon ewigen Dasein der Natur und diesem Gefühl? Auf jeden Fall ist es toll doch immer wieder Mut fassen zu können in - wie du sagst - auch trostlosen Momenten.
Lämmler Maria, LGE04
Dein Gebet hat mir sehr gut gefallen. Es ist wirklich ein schönes Gefühl, wenn man weiss, dass jemand da ist, der sich um einen sorgt, einem eine Stütze, eine Sicherheit ist.
Auch ich habe in meiner Kindheit sehr viel Zeit im Freien verbracht. Ich hatte zwar nicht die Möglichkeiten, welche dir geboten wurden doch auch ich habe jede Minute in der Natur genossen. Oft sitze ich auch heute noch auf einer Bank, schaue in die Ferne und denke über die Schönheit und Vergänglichkeit der Natur nach. Ich finde, man sollte öfters die Nautr zu sich 'sprechen lassen' und ihr dabei einfach zuhören.
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